Australien 2005
... mit unseren Augen

15. Januar 2005

Frankfurt
Alle wollen uns noch mal sehen, geben uns kleine Geschenke mit, Tränen, Umarmungen. Die 3-Plus-Familie begleitet uns noch zum Flughafen. Dort wartet überraschend noch der Opa, um uns zu verabschieden. Alles sehr ergreifend. Dabei bleiben wir doch nur läppische elf Wochen weg. Kleiner Familienausflug sozusagen.
Wir kommen wieder!!Flug Pia


Zwölf Stunden Flug sind relativ problemlos, denn bei so viel Ablenkung , Philipp Flug kommen die Kinder kommen gar nicht dazu, irgendwie quängelig zu werden und schlafen völlig erschöpft ein.

 

 

 

16. Januar 2005

Singapore

Die Stadt ist einfach anders ...

Tropische Hitze. Wir kommen abends im Hotel an, sind im 21. Stock untergebracht. Der Blick ist gigantisch. Das Schwimmbad im 22. Stock hat leider schon geschlossen. Dabei hatten sich die Kinder so drauf gefreut. singaporehotel_singapore

 

Alle sind viel zu aufgeregt, um zu schlafen. Wir lassen die abendliche Stadt auf uns wirken. Alles ist geschmückt, wegen Chinese New Year. Natürlich ist an Schlaf so schnell nicht zu denken wegen des Jetlags. Und so kehrt erst weit nach Mitternacht Ruhe ein.

eis_singapore

 

Heute morgen ist der Pool leider viel zu kalt für unsere Warmduscher und sie planschen lieber in der Badewanne. Es folgt Sightseeing in der Orchard Road. Eis gibts nur beim goldenen "M", womit dieses Tabu schon mal gebrochen wäre.

Park_Singapore

Auf der Suche nach Auslaufmöglichkeit für die Kinder landen wir im Fort Cunning Park. Dort können sie unbekümmert toben.

Eigentlich alles ganz problemlos, wir fühlen uns alle wohl. Nach 24 Stunden geht es weiter; auf zum nächsten Kontinent ;-).

 

 

18. Januar 2005

Cairns
Nachtflug. Viel Platz. Pia schläft unruhig, nur mit Körperkontakt, aber immerhin, sie schläft. 5 Uhr: Touchdown in Downunder, Cairns, International Airport, besser gesagt, Airpörtchen. Noch fast drei Stunden bis das WoMo kommt. Alle nervös, Pia: "nach Hause!", dann Wohnmobil-Übernahme, liebevoll, detailliert, schweißtreibend, denn die Sonne brezelt schon gnadenlos. Danach nur noch zum Campingplatz, Coconut Resort, 5-Sterne-Luxusplatz, Pool, Spielplatz, Familienbadezimmer. Alles geht nur gaanz langsam, Jetlag eben. Am Abend geht Philipp gleich mal verloren auf dem Campingplatz. Er findet alleine zum WoMo zurück, aber es war schon ein bisschen Schock, vorallem weil's schon stockdunkel war. Erst kurz vor 23 Uhr ist Nachtruhe, tierisch heiß.


19. Januar 2005

Cairns
Tropische Regenschauer. Kübel, Eimer, Bottiche voll, aber schön warm. Schon beim Zähneputzen bricht der Schweiß aus. Genießen Abkühlung im Aircon-Shoppingcenter beim Großeinkauf. Kinder kommen zeitig ins Bett, neue Zeitzone üben.



20. Januar 2005

Cairns - Kuranda - Trinity Beach
Seit 3 Uhr morgens Dauerregen der ergiebigen Art. In Badehose raus zum Duschen, Eigentlich völlig egal, ob man nass oder trocken ist. Gibt's wenigstens keinen Sonnenbrand. Im Wohnmobil trocknet auch nichts. Technik leidet: Handy kaputt. Videokamera meldet Wasserschaden. Mitgebrachte Erkältung, Jetlag, tropische Hitze, das zehrt.
Unentschlossen reisen wir ab, in Serpentinen noch nach Kuranda. Bretterwegspaziergang durch den Regenwald, Wettquäken und Zirpen der Getiere, aber sehr beeindruckend inkl. Aussichtspunkt auf Barron Falls, alles im Nebel und Regenschleier, bei Dauerniesel. Wie in dem Spielfilm "Das Piano". Zum Glück ist die Videokamera k.o., da muss ich mir wenigstens nicht Sabines Gemecker über meine ständiges Filmen anhören. Unentschlossen (das muss besser werden!) fahren wir zurück an die Küste, landen in Trinity Beach. Trinity ist wohl die Dreifaltigkeit von Meer, Sand und Regen. Erstes Baden im Pazifik ("Da drüben liegt Chile!"): 3 km Strand, very scenic, zwei Duzend Badegäste, die sich alle auf die 50 mit Stinger-Netzen eingezäunten Meter "quetschen". Dann erstes Barbie (BBQ) an Strandpromenade, naja, müssen wir noch üben. Übernachtung im Caravan Park, 30$ für Strom, Platz und Dusche: Abzocke, deshalb wohl auch fast die einzigen Gäste. Pia Kueche
Das WoMo ist echt schön, stilvoll und eigenwillig eingerichtet. Philipp muss jedes Knöpfchen und Hebelchen testen, und spielt ständig im Fahrerhaus, Pia spielt eifrig mit - wenn er es erlaubt. Und darf beim Kochen helfen.
Noch kleiner Nachtspaziergang: Quäken, Zierpen, Quitschen allgegenwärtig, Flüchtende Laufvögel und Frösche im aufgeweichten Gras. Regen hat aufgehört. Flughunde segeln lautlos über mir.

 

21. Januar 2005

Trinity Beach - Cairns
Dauerregen geht weiter, mal heftig, mal sehr heftig. Aber die Kinder sind endlich im "Zeitplan". Morgenzeremonie (Frühstück, Packen, Fahrbereit), Morgen-Pool mit Gecko, dann 10 Uhr los, weiter Richtung Norden. Küstenstraße, wechselnd mit Felsufer, Sandstrand, Mangroven. Scheibenwischer höchste Stufe. Links stürzen Wasserkaskaden zur Straße, unter ihr durch, und sprudeln rechts ins Meer. In flacheren Abschnitten Wälder und Zuckerrohrfelder, völlig überschwämmt. philipp_muesliDas g'hört wohl so um diese Jahreszeit. No Worries! Pia schläft, Philipp hört Benjamin-Blümchen und kündet jedes Känguruh-Schild an. Sight-Seeing bei 100 bis 500 Meter Sicht. Trotzdem faszinierend. Hier müssen wir noch mal im Winter hin, wenn es trocken ist, und man sorglos baden kann. In Port Douglas dann Entschluss, umzukehren. Weiter nördlich wird's laut Reiseführer nicht anders, und der Luxus-Campingplatz in Cairns lockt. Zurück dort (jetzt noch billiger: 24$) planschen im Pool, Kissenhüpfen, (oups, es regnet ja fast gar nicht). Philipp schläft abends auf der Sitzbank im WoMo ein, so dass Sabine und ich doch mal eine Chillout-Stunde mit XXXX-Beer abbekommen. Regentrommeln und allgegenwärtiges Wassergeplätscher lullt uns ein. Cairns hat übrigens die höchste Selbstmordrate Australiens.


22. Januar 2005

Cairns - Townsville, Regen, 25-29°CStreicheln_krokodil
Fahrtag, 350 km. Wir beschließen, vor dem Monsun Richtung Süden zu flüchten. Angeblich ist das Wetter je südlicher, je sonniger. Auf dem Bruce Highway gehts zügig voran. In Innisfall besichtigen wir eine Krokodil-Farm mit Krokos in allen Größen. Streicheln inklusive, auch Känguruh, nur der Emu will nicht. Regen. Townsville: laut Reiseführer scheint hier immer die Sonne, laut Wetterbericht: "severer Weather and Flood Warnings arround Townsville". Campingplatz direkt gegenüber dem Strand, etwas heruntergekommen, und vom Strand kann man nicht viel nutzen, weil das nächste Stinger-Netz 2 km entfernt ist. Regen. Regen.emukaenguruh

 

 

 

 

 

23. Januar 2005

Townsville, Dauerregen, 25-30°C
Townsville könnte ganz schön sein, wenn's nur nicht so regenen würde. Am Vormittag Sandeln satt am Stadt-Strand, Baden im Stinger-Netz (Regenschauer). Dann fallen wir in das sehr schöne Reef-HQ-Aquarium ein, mit echten Korallen, Haien, alles was man so braucht, und schön ausgestellt, inkl. auf Nemo getrimmten Clown-Fischen. Und auch unserem Todfeind: der Würfelqualle, die das freie Baden an den Queensland-Stränden um diese Jahreszeit lebensgefährlich macht. Abends dann wechsel in den Big4-Caravan-Park mit Planschparadies, Wasserrutsche und Spritztieren bei ergiebigem Niederschlag. Ich wollte schon immer mal mit Regenschirm schwimmen gehen. Pia hat juckenden Ausschlag, vermutlich von der Witterung, der Chemist gibt Antihistaminikum.



24. Januar 2005

Townsville, Wetter: No comment
Trotz Regen genießen wir den Waterfun-Park am "the Strand", ein Spielplatz voller Duschen, Fontainen, Spritzen, und über allem schwebt ein Riesenkübel, der sich alle Minute über alles entleert. Zurück am Campinplatz treffen wir die erste deutsche Familie. Philipp genießt das Spielen mit den anderen Kindern, und sie toben um die Wohnmobile. Pias neuer Spruch: "Pia mit!" (s.Glossar). Seit 5 Tagen keine Sonne gesehen. Im Toys'r'us haben wir Philipp einen kleinen Legobausatz gekauft, seit dem baut er nur noch friedlich vor sich hin.


25. Januar 2005

Townsville - Airlie Beach, zeitweise Regen, 25-28 Grad
Fahrtag: 350 km. Pia schläft fast die ganze Zeit. Philipp hört Benjamin-Blümchen-Kassetten oder plapper raus, was er gerade sieht: Straßenüberschwemmungen, Bananen- oder Mango-Plantagen, Zuckerrohrfelder, tote Kängas am Straßenrand. Am Abend noch ausgiebiges Austesten des Pools im Campingplatz in Airlie Beach.


26. Januar 2005 - Austalian Day

Airlie Beach
Aufwachen - und ich glaube es nicht - ich sehe ein Stück blauen Himmel. Wechselnd bewölkt mit einzelnen Schauern. Das haben wir seit dem ersten Tag nicht mehr gehabt. german_guyDie Zwerge genießen den tollen Pool am Campingplatz, mit zwei Rutschen und Wasserspielen. Kleiner Trip nach Down Town, dort auch in der Lagoon (künstlich angelegte Planschbecken direkt am Stadtstrand) und am Playground sind die kleinen wieder gut aufgehoben. Überhaupt lässte es sich bei dem Wetter am Pool oder mit nassen Klamotten am besten aushalten. So habe ich mir die Tropen vorgestellt.

 

 

27. Januar 2005

Whitsunday Islands
Bootsausflug auf drei der Whitsunday Inseln, Besuch vom sagenhaften Whiteheaven Beach: knallweißer Sand, so weiß, dass es blendet, und so fein, dass es beim Laufen unter den Füßen quitscht wie Gummi. Kleiner symbolischer Akt: mit dem feinen, nassen Sand kann man sehr schön seine Trauringe aufpolieren. Auf Hook Island dann schließlich noch entäuschendes Schnorcheln, Sicht wie im Bodensee, allerdings, das was man sieht ist doch leicht anders: Hart- und Weichkorallen, knallbunte Fische, die unangenehm nah rankommen. Trotz Stinger Danger haben wir das ohne speziellen Anzug überlebt - wie ein Dutzend andere auch. Müssen noch rauskriegen, ob die Sicht weit draußen im Outer Reef besser ist.
Vielen Dank für die Grüße von daheim. Das bestärkt, die Homepages lebendig zu halten. I do my very best, aber die Bedingungen sind weit weg vom Ideal. Bilder zu laden,das habe ich bisher noch nirgends erlebt, und sonst haben die Internet-Terminals oft nur bis 19 Uhr offen, also in der Zeit, in der die Kurzen noch zu betreuen sind. Als kleiner Trost ein Link auf die Homepage von den Wohnmobil-Vermietern, wo unser WoMo auch abgebildet ist.


28. Januar 2005

Airlie Beach
fatfamiliyeatmetooFaulenzertag... an dem die Hauptbeschäftigung darin besteht, keinen Sonnenbrand zu bekommen, und die Ranzenspannung zu erhöhen.

 

 



29. Januar 2005

Airlie Beach - Yeepoon, sonnig, 30-38°C
Fahrtag: 450 km, es zieht sich. Die Tankstelle am geplanten Stopp hat kein Diesel. Reservelämpchen blinkt bereits. Jetzt wird's eng. Biegen vom Highway in das nächste Kaff ab, getreu dem Motto lieber im Dorf liegenblieben als auf dem Highway. Uff, es gibt eine baufällige Dorftanke, mit Destillate (altmodisch für Diesel). Warten auf das Ende der Mittagspause. Jugendliche hängen rum. Das trostlose Dorfleben scheint sich alles vor der Tankstelle und dem benachbarten Foodstore abzuspielen. Ein weiteres Bestechungseis beschwichtigt unsere beiden kleinen Raubtiere. Die Sonne knallt erbarmungslos. Halt australischer Sommer, wir wollten es ja nicht anders.


30. Januar 2005

Yeepoon - Rockhampton, sonnig, 34-40°C
Morgens um halb neun schon 34°C. Auf zum Strand, Herrliche Küste, kein Schatten. Hängen in Yeepoon an der Promenade rum. Mittagszeit Besichtigung der Capricorn Caves, in denen es angenehm kühl ist.



31. Januar 2005

Rockhampton - Bunderberg, sonnig, 30-35°C
Wieder mal Fahrtag, wir satteln früh die Hühner, die Kinder ertragen tapfer die Fahrt, Verbrauch 1 Eis/100 km. Der Campground in Bagara Beach ist 'na ja', jetzt kennen wir auch den Unterschied zwischen den Prädikaten Beachfront und Waterfront. beachday2Abends gehen wir zum Turtle Hatching in den Mon-Repose-Park. Haben uns spät angemeldet, und müssen daher lange warten. Philipp schläft kurz bevor wir dran sind ein, und verpasst so dieses beeindruckende Schauspiel: Am Strand schlüpfende Schildkrötenbabies, die bekloppt wie Duracell-Häschen blindlings zum hellsten Licht rasen (was naturgemäß die Brandung ist). Dann stürzen sie sich in die Wogen, werden zurückgeworfen, immer wieder, bis sie tatsächlich draußen sind. Man sagt uns, die paddeln noch drei Tage mit der Schlagzahl weiter, bis sie draußen am Riff sind, und sich endlich eine Ruhepause gönnen, wenn sie nicht vorher in einem Raubfischmagen verschwinden. Von 1000 wir nur ein Einziges erwachsen. Schade für Philipp, dass er das verpasst hat. Zum Trost gibt's eine Stoff-Schildkröte, genannt Schildi.


1. Februar 2005

Bagara Beach
BeachdayUrlaubstag: Boogie-Boarden am Strand (Wellen), Sandeln in der Inlet-Lagune (keine Wellen), regelmäßig von Einschmieraktionen mit 30er Sonnencreme (AU-Screen) unterbrochen. Spielplatz, Eis.

 

 



2. Februar 2005

Bundaberg, Lady Elliot Island
Ein Tagesausflug im einem kleine Flugzeug bringt uns auf Lady Elliot Island, der südlichsten und somit letzten Chance auf das Great Barrier Reef zu kommen. Das Wetter traumhaft, leicht bewölkt, aber doch heiß, über 30°C jedenfalls. Beim Schnorcheln schlechte Unterwasser-Sicht. trotzdem Meeres-Schlidkröten, ein Hai, und viel Kleingetier. Zumindest sind wir jetzt doch mal da gewesen. Hätten uns sonst irgendwo hin gebissen.


3. Februar 2005

Bundaberg bis Tin Can Bay, 250 km, bedeckt, 23-30 Grad
Sehr angenehme Morgentemperaturen, schon füeh tuckern wir gen Süden, weite Landschaft, viel Kiefernbestand, vorbei sind die endlosen Zuckerrohr-Felder. Mittagspause iExpeditionvehiclen Maryborough, gemütliches biederes Städchen, historischer Kern, Markttag mit lauter nutzlosem Zeug, Lunch in einem Diner, wie vor 30 Jahren, auch das Essen. Eisenbahnfahrt mit uralter Dampflok in schönem altem Park. Weiter auf Seitenstraßen in einen der vielen National Parks, noch 3 km Schotterpiste mit einem Hauch von Waschbrett, dann WalkingTournoch 2 km laufen zum traumhaften glasklaren Poona Lake, mitten im Regenwald, mit super weißem Sand, völlig allein. Wie Fraser Island, laut Reiseleitung Sabine. Aber auch an so einem besinnlichen, fast heilgen Ort haben die Kinder nichts anderes zu tun, als im Wasser zu toben. Es fängt wie immer an mit: "Nein, die Schuhe bleiben an!", und endet mit Planschen und Toben mit Volltauchgang in Vollmontur. Pia wagt sich etwas zu weit raus und säuft fast ab. Doch die nassen Klamotten sind ruckzuck trocken, und der Rückweg verläuft mit wesentlich weniger genörgel.
Auch in TinCan Bay direkt gegenüber vom Campingplatz ein Wattgebiet bei Ebbe (wie Nordsee nur pisswarmes Wasser), die Kinder wälzen sich im Schlick, schliddern, matschen, suhlen, beschmiert mit Schlamm, völlig glücklich.


4. Februar 2005

Rainbow Beach, leicht bewölkt bis sonnig, 27 bis 33 Grad
Eine Halbinsel gerade südlich von Fraser Island, und die Landschaft ist wohl sehr ähnlich wie dort. Endlose Sandstrände, Halbstarke, die mit ihren 4WD über den Strand heizen. An der Seeseite Brandung und gute Surf-Bedingungen (bei mir reicht's nur zum Boogy-Boarding). PhilipplearnsSwimmingAuf der Innenseite Watt, wie in Carolinensiel usw. aber bei 26 Grad Wasser. Horden von blauen Krabben galoppieren über den Schlick, bei Annäherung verbuddeln sie sich in Sekundenschnelle. Für die Kleinen Traumbedingungen zum Matschen, Sandeln, Glitschen, Spritzen -- und zum Sonnenbrand kriegen. Auch 30er Creme muss stündlich appliziert werden, sonst sehen sie so aus wie ich inzwischen.
Heute hat Philipp im Pool vom Campingplatz schwimmen gelernt. So was ähnliches zumindest: Er kann sich ein paar Meter ohne fremder Hilfe durch's Wasser bewegen.
Die Stimmung ist sehr gut, (so dass ich mich sogar mal tagsüber ins Internet-Cafe traue). Das XXXX-Bier leistet seinen Betrag dazu, und fast jeden Abend gibt's BBQ an diversen Grillplätzen, die es hier häufiger gibt als Mülleimer. BBQwithPhilippJustanotherSunset

 

 

 


 

6. Februar 2005

Rainbow Beach Sonnig, 28 bis 34 Grad
Eigentlich wollten wir füh morgens einen Walk zu Carlos Sandblow machen, um zum PiasPrivatePoolSonnenaufgang dort zu sein, aber die Kinder schlafen tatsächlich bis 6:30 Uhr, und da ist die Sonne schon längst steil hochgeklettert und der Brennvorgang läuft auf Hochtouren. Also Frühstück, Pool, Fliehen von der Hitze ins "Bumili" (Pia für Wohnmobil), Basteln, Lego bauen, und warten, dass es kühler wird. Ein kleines Gewitter kühlt auch nicht richtig ab. Am späten Nachmittag schaffen wir es dann doch noch zu dieser von Captain Cook entdeckten Sanddüne. Riesige Sandfläche, CarlosSandblowsteil zum Meer abfallend, ein bisschen wie ein Gletscher. Fantastische Sicht, Hängegleiter- und Gleitschirm-Paradies. Pia jammert ohne Ende, will zurück ins Bumili, die Moskitos fliegen, Sabine und Pia fliehen, Philipp und ich halten es noch bis zum Sonnenuntergang aus. Cool down im Pool. Nachts hat Pia Fieber - was wird das noch?

SandblowLookout

 

 

SundownRainbowbeach

 

 

 


09. Februar 2005

Sommerset Lake bis Brisbane
Gestern hatten wir uns an einem riesigen aber völlig einsamen Campingplatz an einem Binnensee nordwestlich von Brisbane niedergelassen. Erst etwas enttäuscht von der Ödnis, aber dann hatte das doch auch seinen Reiz, praktisch der einzige Camper weit und breit zu sein. Reizreduktion, und die Kinder haben mal wieder zu sich selber gefunden.
Heute schöne Strecke durch hügeliges Land (fast wie Schottland, nur wärmer) und den Brisbane Forest Park bis auf schwindelerregende 650 Meter hoch.Welch eine Abkühlung bei 23 Grad und bedecktem Himmel. Die Strecke wie Achterbahn, toll für Motorradfahrer (Gruß and Bernd), inkl. Todeskreuzen am Straßenrand, mit Blumen und Motorradhelm geschmückt. Dann Kontrastprogramm: Rein nach Brisbane. BrisbaneSouthPark2BrisbaneSouthSidePark1Fast 2-Millionenstadt, aber vom Urwald zur Innenstadt nur 20 Minuten Fahrt. Planschen in der South Side Park Lagoon, einem künstlich angelegten Süßwasser-Becken mit Sandstrand am Fluss und direkt BrisbaneSkylinegegenüber der Hochhaus Skyline. Sehr beeindruckend, unterstreicht mal wieder die Kinderfreunlichkeit der Aussies. Cafe dabei, Eis schlotzen, angenehme 26 Grad, so lässt sich's aushalten.

 


16. Februar 2005

Woolgoolga - Dorrigo
Früh Aufbruch, das sich anöden muss weggeblasen werden. Wir fahren nach Coffs Harbour (30 km), das übliche Playground-Hopping: Park Beach, Jetty Beach Park mit Pasta-MIttagessen. Coffs Harbour hat ein bisschen das Problem von Konstanz: zwischen See und Stadt verläuft die Eisenbahnlinie, was die direkte Waterfront zunichte macht. Ansonsten sind diese Städte der Northern Coast von New South Wales alle irgendwie gleich gelegen: Endlose Sandstrände mit Brandung, eine Flussmündung mit Lagune und Brackwasserstränden. Die Farben Türkis und Sandbraun dominieren.
ßen wir, noch ins Landesinnere zu fahren, und in einem der Nationalparks wild zu campen. Zwischenstopp im pitoresken und etwas alternativ-schrägen Bellingen zur Proviantaufnahme.eatme Dann schlängelt sich die Bergstrasse hoch hinauf, durch Regenwald, an Wasserfällen vorbei, bis oben am Pass wieder Weidegebiet anfängt. Dort zweigt ein kleiner Fahrweg von der Hauptstrasse ab, dem wir 4 km folgen, bis wir schließlich auf einem Parkplatz mit atemberaubenden Lookout enden. 750 m Höhe. sunsetinDorrigoStille, Ruhe, der Blick schweift über den ganzen New England Nationalpark, und nach Osten bis zum Pazifik. Hier wollen wir bleiben, drehen das WoMo auf Sonnenaufgangssicht und lassen den Tag auslaufen.
Bevor es dunkel wird machen sich Gewitterwolken im Süden bemerkbar, die langsam auf uns zuziehen. Lässt sich herrlich beobachten. Wir stehen sehr exponiert auf diesem Aussichtspunkt, und da ich nicht weiß, wie sich das WoMo bein einem Blitzeinschlag verhält, machen wir vorsichtshalber alles fahrbereit, harren aber dennoch aus. Die Kinder werden in die Betten gebracht, es wird dunkel. Es zieht sich weiter zu. Im Blitzlicht sieht man, dass die Wolkenunterkante niedriger als unser Standort ist, und das ganze weiter auf uns zukommt. Angst macht sich breit, man stellt sich in so einer erhabenen Situation ja weissgott was vor; also OK, wir geben den Logenplatz auf, und fahren zurück zur Hauptstrasse. Windböen setzen ein, wir stellen das WoMo auf einem kleinen Rastplatz am Waldrand ab, nahe der Passhöhe. Und schon bricht das Unwetter über uns herein. Sturmböen schütteln das WoMo durch. Alle kuscheln im Mittelbereich eng zusammen, und unter die Bettdecken. Erst nur Regen, doch dann ohrenbetäubender Hagel, der auf die Fahrzeughülle einprügelt. Die Einschlaggeräusche lassen auf Körner größer als Golfbälle schließen. Sicht nach draußen ist praktisch nicht möglich. Der Blick, den die beschlagenen Scheiben zulassen, zeigt ein einziges Gischt-Regen-Blätter-Gemisch. Die Parkplatzbeleuchtung stirbt. Wir kauern eng an eng, beten, dass das Dach hält, und das Fahrzeug stehen bleibt, und hoffen auf ein Ende. Nach wahrscheinlich nicht einmal 15 Minuten geht das Inferno in Regen über, der auch bald aufhört. Ein erster Rundgang ums Auto im Dunkeln zeigt, dass die Windschutzscheibe mehrfach gesprungen ist, obwohl sie eigentlich vollständig vom Alkoven überdacht ist. Der Hagel muss also sehr schräg eingefallen sein. Fünf Einschlagstellen HailDammagemit ringförmigem Rissmuster sind zu erkennen, fast wie Olympische Ringe. Ich will nicht wissen, wie es oben auf dem Dach aussieht. Draußen fährt ein Blaulichtfahrzeug nach dem anderen vorbei, die meisten biegen in den Fahrweg zum Lookout ein, da wo wir erst bleiben wollten... Kühe auf der Weide blöken pausenlos; die müssen auch ganz schön was abgekriegt haben. Wir unternehmen nichts weiter, sondern verteilen uns wieder auf die Betten, wollen das Morgenlicht abwarten. Draußen sind bald auch entfernt Motorsägengeräusche zu hören; sie künden an, was sich am Morgen bestätigt, dass nämlich die Passstraße mehrfach von Bäumen blockiert ist, und erst freigeräumt werden muss. Sabine und ich können noch lange nicht einschlafen (Pia hat das ganze fast gänzlich schlafend überstanden). Draußen ist es wieder völlig friedlich. Sterne funkeln, eine Sternschnuppe entlockt mir einen Wunsch, ...



17. Februar 2005

Dorrigo - Port Macquarie
Wir erwachen gegen halb sieben in einer Mischung aus Nebel und Sprühregen, ca. 16 Grad. Typisches Berg-Schlechtwetter. Ich gehe nach draußen: Der Rastplatz ist satt mit Laubfetzen bedeckt, überall liegen Zweige, direkt vor dem Auto ein armdick abgebrochener Ast. Am Straßenhain gegenüber sind Bäume weggeknickt. Über allem liegt ein intensiver Eukalyptus-Duft.
Auch das WoMo ist mit Blätterfetzen übersäht, außerdem ist die Motorhaube mit zig kleinen Beulen verziehrt, auch die MoMo-Tür hat was abgekriegt.
Kleines Frühstück vor Ort. Wir fahren die Straße wieder zurück nach Bellingen. Sie ist inzwischen geräumt, aber auf den ersten Kilometern fährt man auf einem dünnen Schaumteppich der sich wohl aus der Eukalyptusblätter-Matsche gebildet hat. Und es riecht intensiv nach Hustenbonbon. Von Bellingen rufen wir die Vermieter an, die uns prompt eine Ersatzscheibe für morgen nach Port Macquairie organisieren. Eigentlich wollten wir noch mal hoch in den NP, aber dort hängt der Regen, und so tuckern wir Richtung Küste. Wir kurven abseits vom Pacific Highway auf Nebenstraßen durch verschlafene Orte. Mittagspause an schönem Innlet, Stuart Point, sehr ruhiger Ort, kleiner Campground, schöner Spielplatz. Kochen im WoMo, Kinder hauen rein (schon wieder Nudeln). Nieselregen hält uns nicht von Rausgehen ab, 23 Grad, zum Baden ist's aber zu kühl. Wir schlendern über Spazierwege durch Mangroven und Watt-Gebiete. Tuckern dann weiter nach Port Macquarie. Viele wilde Kaninchen auf dem Campground, die die Kinder vom Abendessen abhalten ("Pia Häschen gucken? Häschen gucken, ja??"). Early night.

18. Februar 2005

Port Macquarie


19. Februar 2005

Port Macquarie


20. Februar 2005

Port Macquarie


21. Februar 2005

Port Macquarie - Mummel Swamp NP
Das zweitschlimmste, was man im BBQ-Land Australien seinem Mann sagen kann ist: "Gib auf, ich brat sie in der Pfanne." Heute passiert, doch von vorn: Morgentliche Aufbruchorganisation, plus kurze Stipvisite bei einem Zahnarzt, weil Pia ein erstes Loch im Zahn hat - ziemlich erfolgslos. Haben das WoMo noch eine Woche verlängert, so dass wir erst am 8.3. in Sydney abgeben werden. Eine Unterkunft für danach in Sydney scheint nicht einfach zu finden zu sein. Wir tuckern quer durch die Great Dividing Range, Berg-und-Talfahrt, und kurvenreich durch Eukalyptus- und Gummibaum-Wälder. Kinder halten tapfer durch (Benjamin-Blümchen-Kassetten sei Dank, vielen Dank, Familie Mörtl). Hitzige Diskussion, ob wir uns abseits der Hauptstraße zu einem einsamen Campground begeben sollen, oder nicht. Mit kleinen Kindern ist man halt ein Schisser. Abenteuergeist siegt, 13 km Dirt Road problemlos zum fast einsamen Campground mitten im Wald bei einem Sumpf. Grillstellen, Feuerholz, alles vorhanden, das Feuer brennt bald, die Steaks liegen bereit, Wallabies kommen, schnuppern, gehen wieder. Aber es will sich ums verrecken keine Glut ergeben, das Holz verbrennt fast rückstandsfrei. Zwei Bier und eineinhalb Stunden später Sabines Spruch von oben.. Aber aus der Pfanne schmeckts auch gut. Kühle und totenstille Nacht, 12 Grad, hier auf 1100 m Höhe.


22. Februar 2005

Mummel Swamp NP - Hallidays Beach
PferdTuckern kurvenreich über Gloucester zurück an die Küste. Höhepunkt ist ein Unfall fast direkt vor uns. Ein Kleinlaster mit Wassertank ist in den Graben gekippt. Die Strasse ist gesperrt. In Logenplatzposition hinter der Windschutzscheibe beobachten wir eineinhalb Stunden das geschehen. Spitze für Philipp, inkl. Polizei, Rettungshubschrauber, Abschleppwagen, Kran, das volle Programm.Accident
Auf dem Camping-Platz in Hallidays Beach bei Forster lernen wir die Schweizer Sonja und Thomas kennen, die auch mit einem Easy-Life-Rental-Mobil unterwegs sind, allerdings 6 Monate lang. Langer Schwatz bis in die Nacht, Dann wird das WoMo noch mit Luftballons und Girlanden geschmückt, denn ...


23. - 25. Februar 2005

Hallidays Point
Pias Geburtstag. Philipp ist aber viel mehr aufgeregt. Wenn man Pia die letzten Tage gefragt hatte, was sie sich wünscht, hat sie immer "Handtuch" gesagt. Sehr bescheiden. Sie bekommt eines. Unter anderem. An sonsten Faulenzertage auf dem Campingplatz mit Playground und Pool. Ein Waran besucht den Stellplatz. Nur gelegentlich an den Beach, weil Pia kürzlich von einer etwas höheren Welle erwischt worden war, und seit dem Beachophobie hat.

 

 

 



26. Februar 2005

Hallidays Point - Forster
Forster ist eigentlich Familienurlaubs-Region, aber wir finden das nicht so prickelnd. Der Hoch angepriesen Kinder-Piraten-Abenteuer-Campground Smugglers Cove hat seine besten Jahre hinter sich, die Brackwasser-Seen muffeln nach Moder, Moskitos zum Abwinken. Eine 2-h-Paddeltour mit Philipp ist ganz nett, wenn man nicht dauern im seichten Wasser stecken bleiben würde und schieben müsste (falsche Tide erwischt).


27. Februar 2005

Forster - Hawks Nest


28. Februar 2005

Hawks Nest - Port Stephens


1. - 6. März 2005

Port Stephens
Der Abschied von Hawks Nest fällt uns leicht, Triple-M: Moder, Moskitos, Meckerkinder. Wir fahren weiter zur Port-Stephens-Bucht, mit seinen diversen Siedlungen. Port Stephens wirkt auf mich auf Anhieb paradiesisch. Hier könnte ich ewig bleiben. Große, tief verzweigte Bucht, mit Bergen im Hintergrund, Strände verschiedenster Ausprägung, vom Little Beach ohne Welle, ideal für unsere beiden Beachophoben BadeBienchen(Pia und Philipp, Philippbis zum 40-Meilen-Pazifik-Brandungs-Strand mit Dünen zum Schlittenfahren. Weitläufig besiedelt, touristisch gut erschlossen, aber um diese Zeit eher geruhsam. Und das Wetter spielt auch mit: 23-28 Grad, Heiter bis leicht bewölkt.
Wir bleiben eine Woche, machen sozusagen Urlaub, immer mal wieder kleine Ausflüge, Shopping, Strandwechsel, Lookouts erkunden, dann wieder zurück zum Campground. Wir lernen die Schweizerin Sandra mit ihren zwei Vorschulkindern SaraNoahSara und Noah kennen. Die Kinder sind sofort dick miteinander, was auch uns Eltern entlastet. Viel quasseln, Sandra schneidet uns die Haare, HaareSchneidenSabine ist noch etwas kritisch, ich finds schick. BBQ am Abend, ein Koala besucht die Campground-Bäume, Warane erkunden die Mülleimer, Opossums erbetteln sich die Essensreste. KoalaDie Kinder spielen bis in die Dunkelheit, und auch der Wechsel von Toohey New zu Forster Beer ist ein guter Schritt. Auch die Beach-Aufenthalte nehmen wieder zu, Philipp traut sich sogar mal in die flachen Wellen. BeachFunIch versuche mich kläglich im Surfen (klar klappt das nicht, bei so kleinen Wellen), Aber Boogie-Boarden kommt stark. Salzwasser bis tief in die Magengegend.

 

 

7. März 2005

Port Stephens - The Entrance
Endgültiger Abschied von Sandra, Sahra und Noah, wir haben die drei wirklich liebgewonnen. Pirschen uns bis kurz vor Sydney, morgen geben wir das WoMo dort ab. Hier an der Central Coast ist alles dicht besiedelt, und immer teurer, je näher man Sydney rückt, trotzdem schön. Viele Buchten, rauhere Stimmung als im Norden, Klippen, viel Wald, eher ein bischen Norwegen im Sommer oder so. Enden bei 40$-Campground (Bateaux-Bay), farblos, mit abgewrackten sanitären Anlagen, aber der Pool entschädigt: beheizt, riesig, mit Strömungskanal, Riesen-Spa und allem drum und dran. Am Abend erste Putz- und Aufräumaktivitäten.


8. März 2005

The Entrance - Sydney
Der Tag beginnt mit einem Bilderbuch-Sonnenaufgang, vom Bett aus. Dann Packen, Putzen, Räumen, alles Aufklarieren, dann rein ins Gewühl nach Sydney. Wir fallen über die Harbour-Bridge ein, Großstadtverkehr, Sabine navigiert, echt cool mit dem fetten WoMo. An der YHA-Jugendherberge liefern wir unser Hab und Gut ab, treckern - noch mal zur WoMo-Abgabestelle. OperaDas letzte Geleit sozusagen, wir haben das Gefährt die letzten 7 Wochen echt schätzen gelernt. Die Übergabe ist formlos, nur der seit dem ersten Tag verschwundene Funk-Autoschlüssel bleibt verschwunden, das macht noch mal 400$, vermutlich. Dann ein zweites mal ins Zentrum, diesmal mit einer Hafenfähre. Erhebend, wenn die Fähre um die Landzunge biegt, und Opera und Coathanger (Harbour Bridge) in Sicht kommen. Dann für heute nur noch 2 km zu Fuß durch Botanischen Garten, und Hyde Park zurück zur YHA, wo wir endgültig unser Zimmer für die nächste Woche beziehen. CoathangerYHA war eine gute Wahl, besser als jedes Hotel, weil hier die Zwerge sorglos flitzen, kleckern, jubeln und toben können. Abendessen bescheiden im britisch-australischen Standard im angeschlossenen Restaurant. Bei uns in DE kocht jede Dorfkneipe besser. Das nennt sich dann Central Gourmet Café. Und endlich wieder Internet-Anschluss, um sich auszutauschen, und die Homepage upzudaten.

 

9. - 13. März 2005

Sydney
Sechs Tage Großstadt mit kleinen Kindern, das sieht dann so aus:
Wir haben vom Skytower aus die ganze Stadt ganz klein gesehen. Philipp hat ganz viele Ampelknöpfe gedrückt. Wir sind durch drei Parks gelaufen, aber es gab keinen Spielplatz. UbahnWir sind eine ganze Runde MonoRail (Hochbahn) gefahren. Die Hochhäuser haben mehr Stockwerke, als wir zählen konnten. Das National Maritime Museum ist kostenlos -- zum Glück. Wir sind die George Street ganz von Chinatown bis The Rocks runtergelaufen. Boattrip The Rocks ist ganz nett wohl, für Leute, die noch nie eine enge Gasse oder eine Fußgängerzone gesehen haben. Dort gibts auch einen Löwenbräu-Keller mit echter Um-Tha-Tha-Music. Wir haben den verloren geglaubten Autoschlüssel wiedergefunden. Wir sind in einer einzigen Stunde, U-Bahn, Schiff und Seilbahn gefahren. Der Zoo Zoohat eine ganz tolles Panorama: Elefant vor Opera, Giraffe vor Harbour Bridge, ... Im Queen-Victoria-Building hat Sabine versucht Tewa-Sandalen zu finden -- vergeblich. Dafür hat dort ein Klavier ganz alleine gespielt. Und Philipp den Thron bestiegen. AquariumDurch das Aquarium sind wir gerast, weil Philipp schon vorher den Riesen-Indoor-Spielplatz am Ausgang erspechtet hatte. In Manly kommt am sonst wellenlosen Strand ein mal in der Stunde ein Mini-Tsunami von der Schnell-Fähre vorbei, BeachFun2Pia hat's dabei fast ertränkt. Philipp geht in unserer Unterkunft ganz oft aufs Klo, weil er dann die Zimmertür mit der Code-Karte öffnen darf. Sabine hat einen Opal-Anhänger bekommen, aber nur so 'nen kleinen. Wir sind drei mal an der Sydney Oper Sydney Operavorbeigeschippert, aber Philipp sagt immer noch "Europer". Im Powerhaus-Museum hat ein Roboter getanzt. In Darling Harbour gibt es einen ganz guten Spielplatz aber alles voller Grundschulklassen in Uniform.
Kurz und gut, es war ein totaler Overflow an Bildern, Geräuschen, Gerüchen, Eindrücken, puhhh.
Ach, übrigens das Wetter: nicht der Rede wert: Immer Sonnenbrandwetter, vereinzelt Wolken, immer 23 bis 30 Grad.

 

14. März 2005

Sydney - Katoomba (Blue Mountains), sonnig, wie immer
Der halbe Tag geht mit dem umsiedeln ins neue Wohnmobil drauf. Die Entäuschung ist groß, diese KEA-Kästen nennen sich Luxus, sind aber quite basic, und so unpraktisch eingerichtet, dass sich einem die Nackenhaare sträuben. (siehe auch den Wohmobil-Vergleichstest.). Wir sind froh, nicht 7, sondern nur 2 Wochen damit zu verbringen. Bei Quantas in Sydney bucht Sabine noch den Rückflug um, denn wir haben beschlossen, doch in einem Rutsch von Melbourne nach Hause zu fliegen, ohne Stop-over in Singapore. Nach Sydney haben wir erst mal genug von Großstadt, und wir wollen auch ein paar Tage früher heim, als geplant, um uns noch ein bisschen zu aklimatisieren, genauer gesagt am Ostermontag.
Dann geht's raus aus Sydney, westwärts in die Blue Mountains, fast wie ein Vorort von Sydney, zumindest wenn man den Verkehr betrachtet. Die Straße steigt stetig unmerklich an, bis auf 1000 Meter. Vom Echo-Point in Katoomba genießen wir den Pflicht-Lookout auf die Three Sisters ThreeSistersim schönen Abendlicht. SistersplusKidsDie Kinder sind wieder schwer zu bändigen, sie hatten's heute auch schwer, mussten den ganzen Tag bei Organisierereien und der Fahrerei still halten. Wir landen am einzigen Campingplatz in Katoomba, ganz OK, für eine Nacht - eine echt kalte Nacht, in der Höhe, draußen unter 10 Grad. Die WoMo-Heizung hat Premiere.


15. März 2005

Katoomba - Kiama, durchwachsenes Wetter
Wir spazieren noch einen kleinen Trail mit Lookout-Belohnung ins Gose Valley, wieder schwer zu genießen, weil unsere Stinkstiefel sind ewig unzufrieden. Nur die Kleinigkeiten der Natur wecken doch ihr Interesse: Baumrinden, Blüten, ausgebrannte Bäume. Nach einer Nacht in den Blue Mountains, beschließen wir wieder an die Küste zu fahren. Die Kinder haben keinen Spaß an den Bergen, sie wollen lieber Sand und Wasser. Wir machen Kilometer, bis zur Küste nach Kiama. Dort gibt es in den Klippen ein Blowhole, aus dem bei günstiger Dühnung die Gischt bis zu 60 Meter hoch spritzt. Bei uns spritzt sie gar nicht. Witzig, wie der ganze gemütliche Ort auf so eine Sehenswürdigkeit baut, die keine ist. Aber die Kinder sind wieder glücklich: Sonne, Spielplatz, Klettern in den Klippen, Eis essen, ...



16. März 2005

Kiama - Durras, Regen, 14-19°C
KanguruCoastAm nächsten Tag Nieselregen, der sich zu Dauerregen entwickelt. Die tolle Jervis Bay, Green Patch Beach mit weißem Strand, würde mit Sonne noch besser zur GeltKanguruFeedingung kommen, wir blieben nur über Mittag. Weiter km fressen, so lange es regnet. Im verschlafenen Durras landen wir auf 5-Sterne Campground am verwitterten Starnd, mit Dutzenden von Känguruhs, die sich auch füttern und streicheln lassen, echt nett, Lichtblick im tristen Regenwetter.

KanguruPettingKanguruTalk


17. März 2005

Durras - Narooma, Regen, Regen, Regen
Wir studieren die Zeitung, Wettervorhersage verspricht nichts gutes. Shopping ist angesagt in Batemans Bay. Sabine könnte glatt im Kaufrausch verfallen, kauft aber nur eine Trainingshose füer die kalten Nächte. Ich erkunde den australischen Aldi. Service-Armut wie in Deutschland gehört hier auch zum Image. In Narooma spazieren wir in rauher, windiger Spätsommerstimmung durch den Ort. Die Kinder sind wie immer schwer zu bändigen. Wir freuen uns auf zu Hause, und einen geregelten Alltag mit den Kleinen.



18. März 2005

Narooma - Pambula Beach, Regen
Die Orte der South Coast vermischen sich im Geiste, immer sehr ähnlich, immer wieder Strand, Inlet, hügeliges Hinterland, aber sicher sehr schön, wenn's nicht regnet. Das historische Dörfchen Tilba Village ist kaum mehr als Touri-Magnet und Abzocke. Die Landschaft ist lieblich, zurecht vergleicht der Reiseführer mit dem Allgäu. Besuch eines Aboriginal Cultural Center - naja, halt ein bisserl Museum, ein bisserl Souvenir-Shop. MIttagessen auf einem Rastplatz auf einer Inlet-Insel. Schwarze Schwäne auf dem See.
Philipp ist mal wieder gar nicht zu bändigen. heute hat er bestimmt zehn mal eine Auszeit gehabt.
Weiter, immer die Küste lang über Magui, Tathra, Merimbula, bis Pambula Beach, wo die Etappe auf einem Luxus-Holiday-Resort direkt am Strand endet, mit Heated Indoor Pool, Trampoline, gutem Playground, und mit heaps of kangoroos, die zwischen den Wohnwagen grasen. Wenn's doch nur 5 Grad wärmer wäre, und nicht regnen würde.


19.-21. März 2005

Pambula Beach, nieselig, dann sonnig, dann regnerisch, bis 21 Grad, Hochsommer-Nordseewetter
Der Campingplatz is erstklassig, wir bleiben noch. Tagsüber Hallenbad mit Suhlen in der Spa, Sandeln am Strand (die Wurschtels immer mit schönem Abstand zur feindlichen Brandung, versteht sich), Spielplatz, Dösen, na eben Urlaub machen. Die Känguruhs auf dem Platz sind Dauerattraktion, vor allem wenn das Baby aus dem Beutel rausguckt.
Sehr romantisch ist die Flussmündung des Pambula Rivers, Muscheln sammeln, und von zweisamen Spaziergängen träumen, während die Kinder am angeschlossenen Spielplatz den Geräuschpegel hoch halten.
Wehmütig halten wir erste Rückschau. Wir freuen uns auf Konstanz, zumal dort bereits Frühlingstemperaturen herrschen, Immer wieder denken wir, dass 10 Wochen Australien ohne oder mit älteren Kindern eindrucksvoller und intensiver gewesen wären, aber das ist kein Grund zum Bereuen, was nicht ist, kann ja noch werden.


22. März 2005

Pambula Beach - Lake Entrance, Aprilwetter, obwohl es März ist (hoho)
Fahrtag, 270 km. Der wiederholt starke Regen ist guter Rahmen zum Autofahren, ist noch ein gutes Stück bis Melbourne. Dichte einsame Wälder, alle 30-50 km ein Städchen. Immer wieder Schilder mit Aufrufen wie 'Revive - Survive' oder 'Sore Eyes - Powernap now', nur dummerweise ist die nächste halbwegs sichere Haltemöglichkeit auch schon mal 20 km voraus. Oder dann mitten im Nichts ein Schild für die LKW-Fahrer: 'Reduce compression braking in residential areas'. Haben die australischen Autofahrer so eine lange Leitung?
Lake Entrance ist auch der Anfang des 90-Mile-Beaches. Jawohl, 90 Meilen nur Strand. Doch das Wetter ist kühl und windig, und das Wasser ist kalt. Wir begnügen uns mit einem Dühnen-Spaziergang.


23. März 2005

Lake Entrance - Melbourne (Chelsea)
Wieder Fahrtag, der letzte. Philipp fragt: "Wie lang noch?" Pia antwortet: "Halbe Stunde noch, Bibi!". Rein in das Großstadt-Gewühle. Melbourne, das sind etwa 100 mal 100 km Fläche. Wir bekommen das klassische Fahrer-Navigatorin-Problem (Siehe Barbara und Alan Pease: "Warum Frauen schlechter einparken, und Männer nicht zuhören.") Wir wechseln, bevor wir uns zerfleischen. Philipp: "nicht streiten!". Wir fahren zum Campingplatz in Chelsea an der Philippsbay. Dort im Stadtteilpark der urlaubsbeste Spielplatz. Die Kinder überglücklich.


24. März 2005

Melbourne - Healesville, herbstlich
Ab in die Innenstadt. Kaltes, windiges Wetter, statt Eis gibts heiße Schokolade. Die Stadt selber ist erst mal wie alle große Städte: Einkaufspassagen, Verkehrslärm, nichts für mit Kindern. Docklands enttäuschen, deren Hochzeiten liegen wohl inder Zukunft. No playground. Sushi-Take-Away im Carlos-Park. No Playground. Fitzroy Gardens. Ein kleiner Playground, aber jetzt schläft Pia. Aber wegen Playgrounds wollten wir ja nicht nach Melbourne. Wir verdrücken uns wieder, durch das Yarra-Gebiet (Weinbau). Weiter nach Healesville. Sabine fährt, ich navigiere. Alle Campgrounds wegen Ostern ausgebucht. Wir übernachten "wild" an einem Picknick-Platz an einer Sport-Anlage. Abschieds-BBQ. Den ganzen Urlaub haben wir fast keine Hunde gesehen, jetzt wissen wir warum: die sind alle hier. Der Sportplatz ist wohl erste Wahl fürs Gassigehen.


25. März 2005, Karfreitag

Healesville - Melbourne, wolkig, 16°C
Morgens wieder empfindlich kühl, nur geht ohne 240-Volt-Anschluss natürlich die Bordheizung nicht. Wir beißen uns durch, fahren Richtung Maryville, kurvenreich durch Yurassik-Park-Landschaft mit Mammut-Eukalypten und Riesenfarnen. Märchenhaft. In Maryville schnurstracks zu den Wasserfällen: Hin, gucken, Foto, weg. Wieder zurück nach Healesville, zum Privatzoo. Sehr schön, naturnah mitten im Wald, beste Platypus-Ausstellung bisher, und trotz Good Friday nicht übervoll. Auch der Gift-Shop kriegt sein Geld. Schließlich wieder rein nach Melbourne, zu unserem letzten Campground dieser Reise in Coburg was hier übrigens zwischen Heidelberg und Carlsruhe liegt.


26. März 2005

Melbourne, sonnig, herbstlich, 10 bis 20°C
Wir fahren in den Stadtteil St. Kilda, um den letzten Urlaubstag geruhsam zu verbringen. Spaziergang am Strand, Leute begucken. Monster-Torten-Schaufenster besichtigen in der zentralen Einkaufstraße. Mittagessen im Edelweiß-Diner, das auf europäisch macht (Merke: Gehe als Europäer nie in ein Europäisches Restaurant). Kleiner Plausch mit vier witzigen Melbournern, wir beklagen den Schmalspur-Charakter solcher Reisen mit kleinen Kindern. Der eine Aussie bringt's trefflich auf den Punkt: "You can't go bungie jumping, when you're breast feeding". Wir beschließen diesen Spruch als Untertitel unserer Reise zu übernehmen. Am Abend im Campground ist Räumen, Packen, Putzen angesagt.


27. März 2005, Ostersonntag

Melbourne - irgendwo über Indien
Heute ist der längste Tag angesagt. Zum einen endet die Sommerzeit in Victoria, zum anderen werden wir bis Mitternacht westwärts fliegen.
Das Aufklarieren geht erstaunlich schnell. Um 9 sind wir fertig, um 10 ist das WoMo abgegeben, um halb 11 sind wir schon am Flughafen, 5 Stunden vor Abflug. Sabine hat etwas über Ausstattung und Schäden des WoMo gemeckert, so dass die KEA-Frau noch 50$ springen lässt, was nicht zuletzt auch die Lage unseren Dollar-Restbestände entspannt. Geht alles an die Flughafen-Läden. Flug nach Singapur, 7 Stunden, vorbei an Uluru und Olgas im Abendlicht (Fensterplatz links wäre gut gewesen). In den 2 Stunden in Singapur schafft Sabine es nicht, unser restlichen Sing-$ auszugeben. Dann 13 Stunden nach Frankfurt, zu viert mit nur drei Sitzen, aber einer Babyschale, aus der Pia fast rausquillt.


28. März 2005, Ostermontag

Indien - Konstanz
Ankunft um 6 in Frankfurt. Mietwagen steht bereit, und wir rasen über die praktisch leere Autbahn nach Konstanz, neuer Geschwindigkeitsrekord. Jetzt heißt es, dem Jetlag den Kampf anzusagen, und wach bleiben, bis zum Abend. Philipp und Pia stürzen sich voller Begeisterung auf ihre Spielsachen, alles wird rausgezogen, so dass die Wohnung nach einer Stunde ein Schlachtfeld ist. Sabine telefoniert gleich erst mal die Akkus leer. Am Nachmittag gibts noch ganz liebe Osterbescherung von den Daheimgebliebenen, so dass der Tag wie im Flug vergeht, und wir um 20 Uhr mausetot in die Betten fallen.

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